Die Kunst des Bogenschießens

Vor dem Ziel stehen, den Pfeil einlegen, den Bogen spannen und den Pfeil loslassen ist ein simpler Vorgang, der voller Variabler steckt, die zu meistern ein stark süchtig machendes Verlangen wecken kann.

Wo ist die Mitte?

Dieses Gold, in das der Pfeil dringen soll, ist ein starker Magnet und saugt das Bewusstsein an sich, lässt alles Übrige vergessen. So ist es durchaus möglich sich zu finden, indem man sich in dieser Tätigkeit verliert.

Wo ist MEINE Mitte?

Die Verzückung der Heiligen Theresa (Detail mit Pfeil)

Erstaunlich ist für mich immer wieder dieses völlige „Entrückt-sein“ vom Alltag und allen Belangen. Diese Erfahrung hat etwas „religiöses“ und deshalb auch die Wortwahl! Die Heilige Theresa wird auch von einem Pfeil getroffen (werden) – interessante Analogie, fällt mir auf! 

der Befreiungs“schuss“ in freier Natur

So stark ist der Mensch als Schütze in seinem Körper, mit diesem beschäftigt, dass einige wenige Schüsse schon wirklich anstrengend sind und zwar nicht nur körperlich, sondern vor allem auch geistig! Unerheblich scheint mir hier welcher Bogen verwendet wird. Das Set-up ist nicht so entscheidend, denn egal ob Compound, Traditioneller oder Blankbogen der Vorgang ist auf mentaler Ebene gleich.

Wo ist die Mitte der Welt?

Gerade auch im 3-D Parcours ist die Suche und das Anvisieren des Zieles so deutlich ergehbar. Viel stärker als vor der Scheibe am Platz wird die Kontrolle der Atmung und der Gedanken (be-)greifbar. Alles zentriert sich um  „das Gold“. Das Zentrum, diese Mitte zu suchen, sie zu treffen und quasi mit einem gezielten Schuss zu fixieren, hat etwas Beruhigendes, Entspannendes. So wie die Sehne sich nach dem Loslassen wieder einpendelt und beruhigt, wird auch eine geistige Ruhe erreicht, die quasi die Überspanntheit der Gedanken herunterfährt.

So fliegt diese Freiheit also mit dem Pfeil und ist dort (im Flug) am größten!

Richtungsweisend

… vor allem für die Sichtweise von Handwerk oder Kunst ist wohl meist die eigene Ausbildung oder Bildung.

Obwohl hier eine Revision nötig ist, denn ein Analphabet konnte sicher schon die Schönheit der Venus von Willendorf und ihre tiefere Bedeutung erfassen, ganz ohne Kunstgeschichtestudium oder künstlerische Ausbildung. Vor allem aber ist die Empfindung der Perfektion und der Schönheit des haptischen Erlebnisses ganz intuitiv erfaßbar.

MARK ROTHKO

EstherArtNewsLetter

Kunsthistorisches Museum Wien /Vienna
MARK ROTHKO
PRESSEKONFERENZ: 11. März 2019 | 10 Uhr
ERÖFFNUNG: OPENING:
Montag, 11. März 2019 | 19 Uhr
Monday, 11 March 2019 | 7 p.m.
SPRECHEN/ SPEAKERS: Sabine Haag,
Generaldirektorin des KHM Wien
Christopher Rothko
Kuratorischer Beirat/ Curatorial Adviser
Jasper Sharp, Kurator, Curator
MUSIK/ MUSIC
Markus Hinterhäuser
Intendant Salzburger Festspiele
Artistic Director, Salzburg Festival
Streichquartett, String quartet
Orchester Wiener Akademie
Ausstellung: Exhibition: 12. März – 30. Juni 2019

Kuppelhalle/ Cupola Hall
Gemäldegalerie, 1. Stock
Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien
https://www.khm.at

Mark Rothko 1957,
Öl auf Leinwand
© 1998 Kate Rothko Prizel & Christopher Rothko/Bildrecht, Wien, 2019
© Foto: Kunstmuseum Basel

MARK ROTHKO
Exhibition: 12. März – 30. Juni 2019 Mark Rothko gehört zu den bedeutendsten Kunstlern des zwanzigsten Jahrhunderts. Zum ersten Mal uberhaupt werden nun seine Werke in Österreich gezeigt. Die Ausstellung bietet einen Überblick über Rothkos gesamtes Schaffen – von seinen figurativen Anfängen in den 1930er Jahren…

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vertigo_margreiter

OP ART unbedingt anschauen!

EstherArtNewsLetter

mumok – Museum moderner Kunst
Vertigo
Op Art und eine Geschichte des Schwindels
1520–1970
Pressekonferenz:
Freitag, 24. Mai 2019 | 10 Uhr
Eröffnung: Opening:
Freitag, 24. Mai 2019 | 19 Uhr
Kuratiert von Eva Badura-Triska
und Markus Wörgötter
Ausstellung: Exhibition:
25. Mai – 26. Oktober 2019
Stiftung Ludwig Wien
Museumsplatz 1, 1070 Wien
https://www.mumok.at/de/vertigo

Marina Apollonio
Spazio Ad Attivazione Cinetica 6B, 1966–2015
Courtesy Photo: Lauren Glazer © Marina Apollonio

Unter den bahnbrechenden Kunstströmungen der 1950er- und 1960er-Jahre
wurde der Op Art bislang die geringste Aufmerksamkeit zuteil. Man hat
sie häufig als zu spektakulär und daher als oberflächlich deklassiert.
Zu Unrecht, denn die Op Art schärft das Bewusstsein für die Ambivalenz
der Wirklichkeit und führt buchstäblich vor Augen, dass die Wahrnehmung
nicht objektiv ist, sondern einfach zu destabi-lisieren und zu
täuschen. Sie ist vom Standpunkt der jeweiligen Betrachter_innen
abhängig—mit allen erkenntnistheoretischen Konsequenzen.

Vertigo
Op Art und eine Geschichte des Schwindels 1520—1970

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